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Am Vormittag des 17. Juni wurde in einer Plenarsitzung der Nachtragshaushalt 2015 beschlossen. Es ging hauptsächlich um die finanzielle Unterstützung für Geflüchtete in unserem Land. Damit aber die Unterfinanzierung der Hochschulen dabei nicht komplett vergessen wird, standen wir mit einem Transparent und einer klaren Forderung an die Landesregierung und die Abgeordneten vor dem Landtag: „Heute nicht das Morgen vergessen!“

Die Hochschulen gehen bei diesem Nachtragshaushalt der Küstenkoalition leer aus. Das zeugt von Ignoranz bei den Verantwortlichen, denn die Probleme an der „Uni ohne Geld“ sind allen bekannt. Der doppelte Abiturjahrgang 2016 wird mit den aktuellen finanziellen Mitteln der CAU nicht zu bewältigen sein. Spätestens im Haushalt 2016 muss eine langfristige Lösung für das strukturelle Defizit in Höhe von 9 Mio. € im Grundhaushalt der Universität gefunden werden. Die Zeit drängt. Daher war es uns ein Anliegen, noch mal eindringlich darauf hinzuweisen, dass wir jetzt kluge und weitsichtige Entscheidungen in den Haushaltsverhandlungen brauchen.

Der Nachtragshaushalt sieht vor allem mehr Mittel zur Versorgung und Unterbringung von Geflüchteten in Schleswig-Holstein vor. Wir halten dies für richtig und angemessen angesichts der aktuellen Zahlen von Geflüchteten, die nach Schleswig-Holstein kommen. Dennoch darf dieser Erfolg nicht benutzt werden, um von anderen finanziellen Baustellen, wie der Unterfinanzierung der Hochschulen, abzulenken.

Außerdem haben wir in den vergangenen Wochen mit einigen Landtagsabgeordneten einen Campus-Spaziergang gemacht und ihnen die CAU und den Studienalltag aus der Nähe gezeigt. Am 1. und 11. Juni haben wir in einem Rundgang die Fachbibliotheken Theologie und Geschichte, den Bioturm sowie das Botanik-Labor und die Angerbauten besichtigt. Im Anschluss an den Spaziergang ging es zum Mittagessen in die Mensa 1. Bei den Campus-Rundgängen waren dabei: Volker Dornquast (CDU), Heiner Garg (FDP), Eka von Kalben (Grüne) Uli König (Piraten), Torge Schmidt (Piraten), und Christopher Vogt (FDP). Mit ihnen allen konnten wir teils intensive Gespräche führen, die Situation aus unserer Sicht schildern und verdeutlichen, warum wir eine dauerhaft ausfinanzierte Universität brauchen.
Schlussendlich hoffen wir auf die kommenden Haushaltsberatungen, in denen es um die immens wichtige Frage der Finanzierung der Grundhaushalte der Hochschulen gehen wird. Hier muss es eine spürbare Entlastung geben, damit die Hochschulen den doppelten Abiturjahrgang und die Herausforderungen der nächsten Jahre bestehen können.
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