#UniohneGeld vor dem Kieler Wissenschaftspark

Weihnachten und die freie Zeit drumherum taten nach mehreren Wochen voller #UniohneGeld-Aktionen gut. Somit starten wir mit viel Kraft und Motivation in ein neues Jahr, das 350. Jubiläumsjahr der Uni Kiel und ein weiteres in Unterfinanzierung.
Zur anstehenden Prüfungszeit werden die Bibliotheken wieder überfüllt sein, das WLAN wird überlastet sein und Dozierende freuen sich bestimmt schon auf die Berge zu korrigierender Klausuren. Gleichzeitig gibt es, freundlich formuliert, wenig Neues von Seiten der Landesregierung. Zwar hat die neu gegründete Hochschulkomission ihre Arbeit unter Beteiligung der Studierendenvertretung aufgenommen, aber finanzielle Fortschritte sind weiterhin keine sichtbar. Daher werden wir weder aktiv bleiben und der Küstenkoalition bei jeder sich bietender Gelegenheit in Erinnerung rufen, dass #UniohneGeld kein einmaliger Protest war.

Am 10. Februar tagte das Kabinett im Kieler Wissenschaftspark und wir haben die Gelegenheit genutzt, um die Landesregierung an ihre Verantwortung für die Zukunft der CAU zu erinnern.

 Unsere Pressemitteilung dazu:

Die Landesregierung tagt lieber im Wissenschaftspark mit sicherem Abstand zur CAU, als sich der dortigen Situation anzunehmen! Daher protestierten auch heute wieder Studierende gegen warme Worte ohne Konsequenzen und eine #UniohneGeld.

Sophia Schiebe, Vorstand des AStA, erklärt dazu: „Die Landesregierung muss mehr liefern als eine Hochschulkommission. Wir Studierenden der CAU erwarten tragfähige Konzepte und Sofortmaßnahmen, die die desolate Lage der Lehre verbessern. Uns ist bewusst, dass die aktuelle Lage das Resultat jahrzehntelangen Politikversagens ist, nun jedoch steht die Küstenkoalition in der Pflicht, die Lehre vor dem Kollaps zu bewahren. Dafür brauchen wir mehr unbefristete Stellen, wie es auch Professor Kipp immer wieder fordert. Und zwar jetzt!“

Paulina Spiess, ebenfalls Vorstand des AStA, ergänzt: „Seit Beginn der jüngsten Proteste hält sich die Landespolitik mit konkreten Maßnahmen bedeckt. Der doppelte Abiturjahrgang 2016 und die Landtagswahl 2017 werfen ihre Schatten voraus und #UniohneGeld droht ein zeitloses Gleichnis für verfehlte Bildungspolitik zu werden. Will man noch spürbare Erfolge erzielen, müssen die finanziellen Weichen jetzt gestellt werden! Aktuell zur Prüfungszeit spüren wir 25.000 Studierende wieder, was es heißt, an einer unterfinanzierten Uni zu studieren: Keine Arbeitsplätze in Bibliotheken, volle Mensen, überlastete Netzwerke und Betreuungsangebote.“

 

Neben der Vernetzung mit anderen Gruppen stehen Planungen für zukünftige Auftritte an (z.B.  am 12. der jährliche Hochschulempfang). Die offene Organisationsgruppe trifft sich regelmäßig freitags um 14 Uhr im Büro des AStAs in der Leibnizstraße (Physikzentrum aka. AStA-Wohnung) und neue Leute sind immer herzlich willkommen.

Unterdessen wird aus #UniohneGeld #UnisohneGeld denn nicht nur der Uni Kiel länger es an einer auskömmlichen Finanzierung sondern viele weitere Hochschulen leiden unter drohenden Kürzungen. Der Universität Bonn drohen in den nächsten Jahren massive Streichungen und aus diesem Grund verfassten Studierendenvertreter*innen dort einen offenen Brief gegen die anstehenden Kürzungen. In der aktuellen Ausgabe der Basta (Berichte aus dem Allgemeinen Studierendenausschuss der Uni Bonn) geht es um dieses Thema, wobei auch ein Blick zu uns nach Kiel geworfen wird. Die Ausgabe findet ihr hier: http://basta.asta-bonn.de/?p=80

Wie es weitergeht berichtet auch der KN-Collegeblog: http://collegeblog.kn-online.de/2015/02/09/uniohnegeld-das-wars-noch-nicht/

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